Bildungsurlaub in Deutschland

Die folgenden Informationen haben wir für Sie aus dem Informationsangebot zuständiger Ministerien, Behörden, Weiterbildungsdatenbanken und Beratungsstellen zusammengestellt. Sie sollen Ihnen eine Orientierung bieten, ersetzen aber keine Beratung bei den entsprechenden Stellen vor Ort und begründen keinen Rechtsanspruch. Falls unten angegebene Links oder Informationen nicht mehr aktuell sein sollten, freuen wir uns über eine Nachricht an webmaster(at)tandem-hamburg.de

 

Bildungsurlaub - was ist das?

Unter Bildungsurlaub, auch als Bildungsfreistellung bezeichnet, wird die vom Arbeitgeber bezahlte Freistellung des Arbeitnehmers zur Teilnahme an einer Weiterbildungsmaßnahme verstanden. Der Gesetzgeber schuf Möglichkeiten, bei denen der Arbeitnehmer die Weiterbildung nicht ausschließlich selbst finanzieren muss. Im Rahmen von Landesgesetzen haben Arbeitnehmer Anspruch auf jährlichen Bildungsurlaub.

Der Anspruch auf Bildungsurlaub ist an verschiedene Kriterien geknüpft.

 

Zweck des Bildungsurlaubs:

In allen Bundesländern muss die Weiterbildung beruflich oder politisch orientiert sein. In Bremen, im Saarland und in Schleswig-Holstein wird zusätzlich die allgemeine Weiterbildung anerkannt.

 

Entstehung des Anspruchs:

Der Anspruch des Arbeitnehmers auf Bildungsurlaub entsteht erst nach einer Wartezeit von 6 Monaten.

 

Freistellung:

Grundsätzlich beträgt der Anspruch des Arbeitnehmers 5 Arbeitstage Bildungsurlaub pro Kalenderjahr. In einigen Bundesländern besteht die Regelung, wonach 10 Arbeitstage in zwei Kalenderjahren beansprucht werden können.

 

Geltendmachung und Ablehnung des Bildungsurlaubs:

Der Bildungsurlaub ist vier bis sechs Wochen vor Beginn der Weiterbildungsveranstaltung (je nach Bundesland) beim Arbeitgeber anzumelden und die Teilnahme nachzuweisen (Vorlage der Anmeldung und des Programms). Der Arbeitgeber hat seinerseits unverzüglich zu reagieren. In Berlin, Hessen und Niedersachsen muss eine Ablehnung schriftlich erfolgen. Nur betriebliche Belange kommen in der Regel als Ablehnungsgrund in Betracht. Der Arbeitnehmer hat keinen Anspruch auf Freistellung zur Teilnahme an einer Bildungsveranstaltung, wenn er seine Teilnahmeabsicht dem Arbeitgeber nicht spätestens vier bzw. sechs Wochen (je nach Bundesland) vor deren Beginn mitgeteilt hat. Eine Anrechnung dieser Tage auf den Erholungsurlaub ist unzulässig.

 

Mehr Informationen:

Da Bildungsurlaub Ländersache ist, empfehlen wir Ihnen, sich weitere Informationen zu besorgen, die für das Bundesland gelten, in dem Sie arbeiten bzw. in dem Sie Ihren Arbeitsschwerpunkt haben. In einigen Branchen sind entsprechende Regelungen auch Bestandteil von Tarifverträgen; auch wenn es in Ihrem Bundesland keine gesetzlichen Regelungen zum Bildungurlaub geben sollte, lohnt es sich also genau nachzuforschen.

 

Auf bildungsurlaub.de finden Sie aktuelle Informationen über die jeweiligen Landesgesetze und die Adressen der zuständigen Behörden.

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